Die Hans-Fallada-Gesellschaft organisiert und betreut eine Vielzahl von Veranstaltungen und bereichert damit das kulturelle Leben der Region. Jährlich um den Geburtstag von Hans Fallada am 21. Juli finden seit 1991 in Carwitz die Hans-Fallada-Tage statt.
Weitere Veranstaltungen:
Neben
den Carwitzer Lesestunden und den 20. Hans-Fallada-Tagen bietet auch die
Museumssaison 2010 zahlreiche Höhepunkte, auf die wir gerne aufmerksam machen
möchten!
Sonderausstellung „Was für ein Kerl! Heinrich
von Kleist im "Dritten Reich". Von Mai bis August im Scheunensaal des Museums. Dabei handelt es sich um eine Leihgabe des
Kleist-Museums Frankfurt/Oder. Der Kauf einer Eintrittskarte berechtigt gleichzeitig zum Besichtigung der Sonderausstellung.
16.5., 10 – 17 Uhr: Internationaler
Museumstag. Eintritt nur 1,- € pro Person!!!
Um 11
Uhr und um 15 Uhr bietet Museumsleiter Dr. Stefan Knüppel kostenlose Führungen
durch das Museum und über das Anwesen an. Dauer jeweils ca. 65 Minuten.
17.07., 20 Uhr, Scheunensaal des
Fallada-Museums:
Konzertlesung unter dem Titel „Heut ruht der
See“ mit Tino Eisbrenner und Heiner Frauendorf. (Eintritt: 14,- €, ermäßigt
12,- €)
Es
gibt den Rock-Pop-Sänger Tino Eisbrenner, der, wie damals mit seiner ersten
Band Jessica, heute mit seinen Glorreichen Sieben über die
Openair-Bühnen jagt.
Und es gibt den Eisbrenner, den wir in unserer Not bei der Suche nach
Schubladen als Chansonier bezeichnen würden. Dessen Kraft in den leisesten Tönen
an Unendlichkeit gewinnt. Heinz Rudolf Kunze sagte einmal über ihn: „Eisbrenner
ist keine Schublade – er ist der Schrank.“ Und das trifft wohl den Nagel auf
den Kopf.
Tino Eisbrenner, der kurz vor seinem
dreißigsten Bühnenjahr steht, zaubert sich mit „Heut ruht der See“ zurück in
die Welt des Chanson, in der er seit seiner Arbeit in Der wilde Garten immer
wieder deutliche Spuren hinterlässt.
Sein Musikerkollege Heiner Frauendorf gilt als die neue große Entdeckung an seinem Instrument, dem Akkordeon. Im Zusammenspiel von Eisbrenner & Frauendorf und der großen Lust, die ihre gegenseitige musikalische Verführung spüren lässt, weht jener Hauch von Magie, die ein Publikum in den Bann schlägt und den Abend zum elektrischen Erlebnis werden lässt.
29.07.,
20 Uhr, Scheunensaal oder Innenhof des Fallada-Museums
Gastspiel
der
Hochschule für Musik und Theater Rostock: „Der Drache“ von Jewgeni
Lwowitsch Schwarz (Eintritt: 10,- € / ermäßigt 7,- €)
Regie:
Prof. Frank Strobel
Der
russische Schriftsteller und Dramtiker
Jewgeni Lwowitsch Schwarz (1896–1958) schrieb 30 Märchenstücke, in denen
er
sich mit totalitären Systemen auseinandersetzt. Seine Stücke wurden in
der
Sowjetunion meist zensiert, sein Stück „Der Drache“ nach zwei
öffentlichen
Generalproben verboten. Denn obwohl das 1943 geschriebene Stück eine
Parabel
auf den Nationalsozialismus darstellen soll, wendet es sich doch gegen
jede
Form der Diktatur, auch die stalinistische.
Bei
schönem Sommerwetter findet die
Vorstellung im Innenhof des Museumsgeländes statt; bei schlechtem Wetter
im
Scheunensaal.
31.07.,
20 Uhr: Scheunensaal des Fallada-Museums
Konzertlesung
mit dem Liedermacher und Autor Stephan Krawczyk (Eintritt: 12,- € / ermäßigt
9,- €)
Der in Berlin lebende Liedermacher
Stephan Krawczyk wurde mit seinen Liedern gegen Ende der 1980-er Jahre zu einem
der bedeutendsten Figuren in der DDR-Opposition. Nach jahrelanger Überwachung
durch den Staatssicherheitsdienst und einem 1985 verhängten Auftrittsverbot
wurde er 1988 verhaftet und zur „freiwilligen Ausreise“ genötigt; also
abgeschoben.
Der vielseitige Musiker und Autor, der 2009
mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde, gehört nicht nur zum festen
Inventar der deutschen Musikszene, sondern auch zum Inventar des
Hans-Fallada-Museums Carwitz, in dem er zum wiederholten Male auftritt. So wird
er auch bei den beiden Fallada-Gastspielen in diesem Jahr eine interessante
Mischung aus alten und neuen Liedern und Texten bieten und vor allem mit jenen
Liedern für Begeisterung sorgen, die Krawczyks Situation in der DDR
widerspiegeln und die einen intimen Einblick in die Gedankenwelt eines
„Störenden“ zulassen.
07.08.,
20 Uhr, Scheunensaal des Fallada-Museums
„Seh´n
se, das ist Berlin. Von Otto Reutter bis Harald Juhnke. Musik und Humor mit
Lothar Wolf.“ (Eintritt: 10,- € / ermäßigt 8,- €)
Worüber Sie lachen können? Über Berlin. Über
die Berliner auch. Und wer kann – sogar über sich selbst. Der Entertainer
Lothar Wolf – der2009 mit großem Erfolg sein Kästner-Programm im Fallada-Museum
präsentierte – verspricht ein modernes Berlin-Programm und so haben alte Witze
keine Chance. Dass in diesem Programm das Alte Berlin mitschwingt, liegt in der
Aktualität der Couplets von Otto Reutter begründet, die wie die Sketche von
„Harald und Eddie“ in Erinnerung bleiben. Ja: Auch der Juhnke tritt (fast)
persönlich auf. Noch Fragen? Dann kommen Sie in dieses kurzweilige und
humorvolle Programm!
„Fast habe ich ganz und gar vergessen, wie die Natur aussieht.“ Heinrich von Kleist, Brandenburg und das Jahr 2011. Vortrag von Dr. Wolfgang de Bruyn, Direktor des Kleist-Museums Frankfurt/Oder. (Eintritt 3,- €/ ermäßigt 2,- €)
Der Vortrag Wolfgang de Bruyns flankiert die Sonderausstellung "Ein ganzer Kerl! Heinrich von Kleist im Nationaloszialismus", die im Scheunensaal des Fallada-Museums zu sehen ist.
19.08.,
20 Uhr: Scheunensaal des Fallada-Museums
Konzertlesung
mit dem Liedermacher und Autor Stephan Krawczyk (Eintritt: 12,- € / ermäßigt
9,- €)
Wegen des großen Interesses in den
letzten Jahren haben wir uns entschlossen, in diesem Sommer zwei Konzerte mit
Stephan Krawczyk durchzuführen. Informationen erhalten Sie unter dem
Konzerttermin vom 31.7.2010!
20.08., 20 Uhr:
Gastlesung im Rahmen der Carwitzer Lesestunde mit Jan Damitz (Eintritt: 8,- € /
ermäßigt 6,- €)
Der Schauspieler Jan Damitz aus Berlin, der seit geraumer Zeit
und mit großem Erfolg Fallada-Lesungen durchführt, liest verschiedene Fallada-Texte,
darunter „Familienfahrt“ aus dem semi-authentischen Erinnerungsband „Damals bei
und daheim“ sowie Kurz- und Kindergeschichten.
21.08., 20 Uhr: „Die
Marquise von O…“ nach Heinrich von Kleist. Gastspiel des Turmalin-Theaters
Weingarten. Eintritt: 10,- € / ermäßigt 8,- €)
Einpersonenstück mit Cornelia Gutermann-Bauer. Regie: Günter
Bauer. Dauer: ca. 80 Minuten – keine Pause.
Die
theatralische Umsetzung der Novelle von Kleist darf als außerordentlich
geglückt bezeichnet werden. Die Inszenierung ist ganz nah an Kleists Text, an
seiner Sprache, seinem Gehalt und doch lässt sie keinen Zweifel aufkommen, dass
alt und klassisch, auch aktuell und spritzig sein kann.
Cornelia
Gutermann-Bauer begeisterte in der Rolle der "Marquise von O..."
zuletzt bei den Kleist-Festtagen in Frankfurt/Oder das Publikum!
Rätselhaft
beginnt Heinrich von Kleists Geschichte der Marquise von O...: Wie kann eine
„Dame von vortrefflichem Ruf“ ohne ihr Wissen schwanger werden?! Eine
atemberaubende Folge von Ereignissen nimmt ihren Lauf. Ein Wechselbad von
komischen, spannenden und überraschenden Augenblicken zieht den Zuschauer in
den Bann der vielleicht ungewöhnlichsten Geschichte einer Liebe.
Und er
sieht, wie eine Frau, hin- und hergerissen zwischen gesellschaftskonformen
Verhalten und ihrem "innersten Gefühl", schwankt und zu scheitern
droht. Erst als sie, an den Rand gedrängt, endgültig entschlossen zu sein
scheint ihrem Gefühl zu folgen, scheint sich das Verwirrspiel zu lösen. Und es
ereignet sich das Unerwartete ...
Freuen
Sie sich auf diese großartige schauspielerische Leistung von Cornelia
Gutermann-Bauer in der vorzüglichen Inszenierung von Günter Bauer!
PRESSESTIMMEN
:
„...Eindrucksvolle
Inszenierung von Kleists“ Marquise von O… (Frankfurter Rundschau)
„...Komprimiertes
Wechselbad der Emotionen. Schier atemlos verfolgte das Publikum die Geschichte
um eine starke Frau voller Stolz und Eigenständigkeit ...“ (Rheinische Post)
„...Bestechend
inszeniert! Eine enorme Ausdrucksstärke zog das Publikum in ihren Bann... Höchste
Anerkennung, mit welcher traumwandlerischen Sicherheit die Darstellerin den
Text präsentierte. Selten gerät die Auseinandersetzung mit anspruchsvoller
Literatur derart spannend und kurzweilig...
(Süddeutsche Zeitung)
27.08., 20 Uhr: Gastlesung im Rahmen der
Carwitzer Lesestunde „Pechvogel und Glückskind“. Buchvorstellung mit dem
Herausgeber Prof. Gunnar Müller-Waldeck (Eintritt: 6,- € / ermäßigt 4,- €)
Als
„Ein Märchen für Kinder und Liebende“ ist der Text untertitelt, den Hans
Fallada im Jahre 1939 seiner jungen Verehrerin Marianne Wintersteiner schenkte.
Kennengelernt hatten sich die beiden, als die junge Frau im Kliniksanatorium
Hohenlychen eine Sportverletzung auskurierte und Fallada zu einer Schlafkur vor
Ort war.
1998
überließ Marianne Wintersteiner das Märchen Prof. Gunnar Müller-Waldeck für die
Erstpublikation. Die 2010 im federchen-Verlag herausgegebene Neuauflage wurde
vom Maler und Grafiker Werner Schinko liebevoll illustriert.
Kartenreservierungen
unter:
Hans-Fallada-Museum
Carwitz
Zum
Bohnenwerder 2
17258
Feldberger Seenlandschaft
Tel./Fax:
039831/20359
und
direkt an der Museumskasse.
Einlass
in der Regel 30 Minuten vor Beginn der Veranstaltungen!